21.05.2024 | 2 Bilder

1.200 Kilometer für Sternenkinder

Der Grazer Rainer Juriatti machte bei seinem Lauf für ein Tabuthema am Uniklinikum Salzburg Station
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Rainer Juriatti machte während seines Sternenkinder-Laufs am Uniklinikum Salzburg Station.

Ende April 2024 startete der Grazer Rainer Juriatti zu einem ganz besonderen Lauf: Der Sternenkindvater und Marathonläufer durchquert ganz Österreich, um auf ein Tabuthema aufmerksam zu machen – Sternenkinder sind Babys, die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind. 35 Kilometer läuft Juriatti im Schnitt pro Tag – insgesamt wird er 1.200 Kilometer und 10.000 Höhenmeter zurücklegen. Im Schlepptau hat er dabei einen Sportkinderwagen: Schmerzen und Einsamkeit seien die dominierenden Gefühle von Eltern, die ein Sternenkind zu betrauern haben, sagt er. Der Kinderwagen sei ein Symbol für die vielen Betroffenen in Österreich: "Er wird immer leer bleiben."

Nun machte Juriatti am Uniklinikum Salzburg Station. Hier kümmert sich an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ein Team aus den Bereichen Pflege, Medizin, Psychologie, Kreissaal und Seelsorge um Frauen und Paare, die ihr Kind in der Schwangerschaft verlieren. Fehlgeburten sind ein häufiges Ereignis in der frühen Schwangerschaft, aber auch in späteren Schwangerschaftswochen kommen immer wieder Aborte vor. Dennoch fällt es vielen Paaren und ihrem Umfeld schwer darüber zu sprechen, oft aufgrund von Schuld- und Schamgefühlen.

Die angebotenen psychologischen Gespräche, die Möglichkeit, sich von ihrem Kind in Ruhe verabschieden zu können und die Weitvermittlung an ambulante Stellen sind für viele Paare wichtige Schritte, um in dieser schweren Phase ihres Lebens Halt zu finden.


Mehr Info über den Lauf von Rainer Juriatti unter www.mein-sternenkind.net.

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