07.05.2026 | 1 Bild

Brigitte-Hamman-Preis für Salzburger EB-Forschung

Dr. Verena Wally, EB-Forscherin am Uniklinikum Salzburg, wurde kürzlich im Wiener Rathaus mit dem Preis der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz ausgezeichnet.

Preisträgerinnen des Brigitte-Hamann-Preises, rechts Priv.-Doz. Dr. Verena Wally

Dr. Verena Wally, EB-Forscherin am Uniklinikum Salzburg, wurde kürzlich im Wiener Rathaus mit dem Brigitte-Hamman-Preis der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis, benannt nach der österreichischen Historikerin und Publizistin, honoriert in der Kategorie Wissenschaft und Forschung nicht nur wissenschaftliche Exzellenz und Innovation, sondern auch Internationalität und gesellschaftlichen Nutzen. Und Letzteres ist in hohem Maße bei Wallys Forschung im Bereich der seltenen genetischen Hauterkrankung Epidermolysis bullosa (EB) gegeben.

Das EB-Haus Austria, angegliedert an die Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie unter der medizinischen Leitung von Professor Johann Bauer, hat sich zu einem internationalen Zentrum für EB entwickelt, das mit der Ambulanz für die Versorgung von Betroffenen, erfolgreicher Grundlagen- und klinischer Forschung als Expertise-B-Zentrum auch international vernetzt ist (Europäische Referenznetzwerke). Verena Wally war viele Jahre im Speziallabor tätig und hat eine Diacerein-haltige Salbe entwickelt, die bei einer bestimmten erblichen Form von EB nachweislich die Blasenbildung reduzieren kann. „Diacerein ist ein Wirkstoff, der ursprünglich zur Behandlung von Arthrose entwickelt wurde, aber nun neue Hoffnung für Patienten mit Epidermolysis bullosa bietet“, erläutert Verena Wally. „Derzeit befindet sie sich in einer internationalen Phase-II/III-Studie, einem entscheidenden Schritt vor der Zulassung als Therapie.“

Die Jury würdigte besonders die internationale Anschlussfähigkeit von Dr. Wallys Arbeit. „Sie arbeitet systematisch zentrale methodische Engpässe klinischer Forschung bei seltenen Erkrankungen auf und bietet dadurch einen unmittelbar nutzbaren Hebel für Studienqualität, Vergleichbarkeit und zukünftige Trial-Designs", erklärte Jurymitglied Sare Balli bei der Preisübergabe.

Seltene Erkrankungen: Uniklinikum bündelt Wissen und Kompetenzen in Expertisezentren

 Das Uniklinikum Salzburg ist interdisziplinäres Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSK) und beherbergt sechs Expertisezentren. Mehr als 400.000 Menschen sind allein in Österreich von seltenen Erkrankungen betroffen. Ein Großteil der rund 6.000 verschiedenen Krankheiten hat eine genetische Ursache und verläuft meist chronisch. 75 Prozent der Betroffenen sind Kinder, bei denen schwere Entwicklungsstörungen auftreten können oder die wie bei EB ein Leben lang mit Blasenbildung und Schmerzen konfrontiert sind. Die Forschung in diesem Bereich ist meist auf Spezialzentren beschränkt, die Betroffenenzahl ist vergleichsweise gering. Ko-Vorsitzender des ZSK, Professor Martin Laimer: „Umso wichtiger ist die Bündelung von Wissen und Kompetenzen in Expertisezentren. Auch erörtern wir in einem interdisziplinären Board komplexe Fälle seltener Erkrankungen bzw. solche von Patienten mit bislang nicht zuordenbaren Symptomen und legen die weiteren diagnostischen und therapeutischen Schritte fest.“

 

 

Über die SALK:

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit etwas mehr als 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 63.700 stationäre, 10.600 tagesklinische und 1,3 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus (LKH) und Campus Christian-Doppler-Klinik (CDK) in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit sowie Tamsweg und halten Anteile an mehreren Reha-Einrichtungen im Bundesland.

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Christine Walch

Mag. Christine Walch
PR Senior Consultant | Unternehmenskommunikation & Marketing
Uniklinikum Salzburg | SALK

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