08.06.2026 | 8 Bilder

Entwicklungsplan für Universitätsklinikum präsentiert

Neuordnung am Spitalsgelände nach Rückzug der AUVA / Eine Milliarde Euro für Ausbaupläne / Bündelung von Kliniken und Strukturen
© Land Salzburg / Franz Neumayr

Für die Standorte LKH und CDK wurde ein umfassender Entwicklungsplan erarbeitet. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Landesrätin Daniela Gutschi und die SALK-Geschäftsführung gaben Einblicke in die baulichen Planungen der nächsten Jahre. Im Bild v.l.: Silvia Lechner (Geschäftsführerin der Salzburger Landeskliniken), Landesrätin Daniela Gutschi, Landeshauptfrau Karoline Edtstadler und Thomas Gamsjäger (Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken). 8.6.2026

Vor einem Monat hat die Salzburger Landesregierung den Startschuss für das Projekt „Zukunft Gesundheit“ gegeben. Damit wird die Gesundheitsversorgung für alle Salzburgerinnen und Salzburger bis 2040 und darüber hinaus weiterentwickelt sowie zukunftsfit und bedarfsgerecht gestaltet. Ein zentraler Bestandteil davon ist das Universitätsklinikum Salzburg als Zentralkrankenhaus des Bundeslandes.

80 Millionen Euro für onkologische Versorgung

Am Montag wurde der bauliche Entwicklungsplan bis 2040 präsentiert. Die Pressekonferenz fand am künftigen Standort der Inneren Medizin III statt. Das neue „Haus L“ befindet sich derzeit noch mitten im Bau. Bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes im Februar 2027 investiert das Land hier 80,4 Millionen Euro, um die onkologische Versorgung von derzeit fünf Standorten, verteilt auf dem Gelände auf einen zu konzentrieren. Damit soll Krebspatientinnen und -patienten eine bessere Behandlungssituation und kürzere Wege ermöglicht werden.

Gesamter Plan nach Rückzug der AUVA adaptiert

Kurze Wege und dadurch eine bessere und effizientere Versorgung, das ist das Ziel des Entwicklungsplans. Nachdem die AUVA im Februar 2026 angekündigt hat, dass das Unfallkrankenhaus am bestehenden Standort verbleibt, wurde der bauliche Entwicklungsplan in den Landeskliniken grundlegend adaptiert und angepasst sowie das „Haus B“ neu bewertet und das Projekt optimiert. Künftig werden medizinische Bereiche räumlich zusammengeführt und der gesamte Campus mit weniger, dafür größeren und effizienteren Gebäuden weiterentwickelt.

Die baulichen Pläne im Detail

Die Neubauvorhaben am Standort LKH sind:

  • Haus B/Aiglhof: Künftiger Standort für Dermatologie, Herzchirurgie, Innere Medizin I, Innere Medizin II (teilweise), HNO, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Gefäßchirurgie, Anästhesie (teilweise), Notaufnahme
  • Haus C: Geplanter Neubau für Augenklinik, Humangenetik, IM3Diagnostik und Forschung, Nuklearmedizin, Radiologie, Radiotherapie
  • Haus F: Geplanter Neubau für Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendheilkunde sowie Kinderchirurgie

Neubauvorhaben am Standort Christian-Doppler-Klinik (CDK):

  • Aktuelle Projekte: Forensische Psychiatrie, Psychiatrische Akutversorgung und Gerontopsychiatrie
  • Künftige Projekte: Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie, Kindergarten, Neurochirurgie/Neuroradiologie und Neuroanästhesie

Die nunmehrigen Ausbaupläne umfassen Investitionen von rund einer Milliarde Euro. Durch die Neukonzeption mit dem „Haus B“ und in weiterer Folge mit zwei größeren Einheiten konnten 290 Millionen Euro eingespart werden. Gleichzeitig wird es möglich, ältere Bestandsgebäude mit vielfach überschrittener technischer und funktionaler Nutzungsdauer schrittweise zurückzubauen.

Edtstadler: „Gesundheitsversorgung sichern.“

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betonte: „Mit dem Projekt ,Zukunft Gesundheit‘ sichern wir für die Salzburgerinnen und Salzburger bestmögliche Gesundheitsversorgung und Pflege. Der neue Entwicklungsplan der SALK ist dabei ein zentraler Baustein. Denn der Standort Salzburg wird dadurch für erstklassige Spitzenmedizin und hochwertige Versorgung als Universitätsklinikum gestärkt und weiterentwickelt. Eine zeitgemäße Infrastruktur ist unverzichtbar. Entscheidend ist aber, dass Gebäude und Geräte erst durch das Engagement und die Einsatzbereitschaft der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger und dem technischen Personal zu einem Ort werden, an dem Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt, betreut und geheilt werden.“

Gutschi: „Moderne Rahmenbedingungen schaffen.“

Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi hebt die Verbesserungen für Versorgung, Pflege und Arbeitsbedingungen hervor: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Salzburger Landeskliniken leisten jeden Tag Großartiges für die Gesundheit der Menschen in Salzburg. Mit dem Entwicklungsplan schaffen wir die infrastrukturellen Voraussetzungen, damit sie diese Aufgabe auch künftig unter bestmöglichen Bedingungen erfüllen können. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die Patientinnen und Patienten als auch jene Menschen, die täglich Verantwortung für Versorgung, Pflege und Betreuung übernehmen. So schaffen wir moderne Rahmenbedingungen für eine patientenorientierte und leistungsfähige Gesundheitsversorgung.“

Gebäude aus dem 17. Jahrhundert

Die bauliche Struktur des Universitätsklinikums ist über die Jahrhunderte gewachsen. Teile der klinisch genutzten Gebäude stammen sogar noch aus dem Jahr 1698, andere Gebäude sind deutlich älter als 100 Jahre. Daher ist eine Zusammenführung in größeren Einheiten mit Neubauten sinnvoller, als bisherige Standorte zu sanieren. Für den aktuellen Zeitpunkt spricht außerdem, dass die Stadt Salzburg mit der geplanten Novelle des Räumlichen Entwicklungskonzepts (REK) gerade die langfristige städtebauliche Entwicklung und Flächennutzung regelt. Damit wird erstmals die Perspektive eröffnet, Entwicklungsflächen am Spitalsgelände planerisch einzubeziehen und es entstehen neue Möglichkeiten, medizinische Bereiche räumlich zusammenzuführen sowie neue deklarierte Grünflächen zu schaffen.

Über die SALK:

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit etwas mehr als 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 63.700 stationäre, 10.600 tagesklinische und 1,3 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus (LKH) und Campus Christian-Doppler-Klinik (CDK) in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit sowie Tamsweg und halten Anteile an mehreren Reha-Einrichtungen im Bundesland.

Alle Inhalte dieser Meldung als .zip:

Sofort downloaden In die Lightbox legen

Bilder (8)

6 000 x 4 000 © Land Salzburg / Franz Neumayr
6 000 x 4 000 © Land Salzburg / Franz Neumayr
6 000 x 4 000 © Land Salzburg / Franz Neumayr
6 000 x 4 000 © Land Salzburg / Franz Neumayr
1 754 x 1 169 © Land Salzburg / SALK
1 754 x 1 169 © Land Salzburg / SALK
1 754 x 1 169 © Land Salzburg / SALK
1 754 x 1 169 © Land Salzburg / SALK

Kontakt

Christian Blaschke
Christian Blaschke, BA
Leiter Unternehmenskommunikation & Marketing
Uniklinikum Salzburg | SALK

Müllner Hauptstraße 48 | 5020 Salzburg | Austria
Telefon: +43 (0)5 7255-20012
+43 (0)676 8997-20012
E-Mail: c.blaschke@salk.at