27.10.2026 | 1 Bild

Helmut-Sinzinger-Preis 2026

Dr. Mathias Ausserwinkler, MSc, und a.o. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Wernly, PhD, MScPH, MBA
Helmut Sinzinger Preis 2026 © Gesellschaft der Ärzte in Wien

V.l.n.r.: Prim. Priv.-Doz. Dr. Georg Delle Karth, Univ.-Prof. Dr. Dr. Christoph J. Binder, PhD, a.o. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Wernly, PhD, MScPH, MBA (im Hintergrund per Videoschaltung), Priv.-Doz. Dr. Sabine Steiner, Univ.-Prof. Dr. Renate Koppensteiner, Univ.-Prof. Dr. Kurt Derfler, Priv.-Doz. Dr. Mathias Ausserwinkler, PhD, MSc, Dr. Volker Witt, Norbert Wagner

Großer Erfolg für die medizinische Forschung am Universitätsklinikum Salzburg: Dr. Mathias Ausserwinkler, MSc, und a.o. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Wernly, PhD, MScPH, MBA, wurden mit dem Helmut-Sinzinger-Preis 2026 ausgezeichnet. Die beiden Forscher der Salzburger Landeskliniken überzeugten mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten zur Früherkennung von Gefäßerkrankungen und teilten sich den ersten Platz.


Am 14. Oktober 2026 wurde der Helmut-Sinzinger-Preis zum fünften Mal im Billrothhaus in Wien verliehen. Die Gesellschaft der Ärzte in Wien und die Austrian Apheresis Association würdigen mit dieser Auszeichnung herausragende wissenschaftliche Publikationen aus Österreich auf den Gebieten der Fettstoffwechselstörungen, Atherosklerose (Arterienverkalkung) sowie neuer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Die ausgezeichneten Arbeiten von Mathias Ausserwinkler und Bernhard Wernly basieren auf Daten der Salzburger Paracelsus-10.000-Studie und liefern wichtige Erkenntnisse zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zusammenhang zwischen rheumatoider Arthritis und Gefäßerkrankungen

Dr. Mathias Ausserwinkler untersuchte in seiner wissenschaftlichen Arbeit den Zusammenhang zwischen rheumatoider Arthritis, einer chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankung, und Veränderungen der Halsschlagadern. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen mit rheumatoider Arthritis häufiger Ablagerungen in den Halsschlagadern aufweisen. Dieser Zusammenhang blieb auch dann bestehen, wenn bekannte Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen berücksichtigt wurden. Die Erkenntnisse liefern wichtige Hinweise auf ein erhöhtes Gefäßrisiko bei Menschen mit rheumatoider Arthritis und könnten dazu beitragen, entsprechende Risiken künftig früher zu erkennen.

Genetische Informationen könnten die Früherkennung verbessern

A.o. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Wernly von der Universitätsklinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Salzburg beschäftigte sich in seiner ausgezeichneten Forschungsarbeit mit der Frage, wie genetische Informationen die Vorhersage von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessern können. Dafür analysierte das Forschungsteam Daten von 1.420 Teilnehmenden der Paracelsus-10.000-Studie. Untersucht wurde, ob ein sogenannter polygenetischer Risikoscore, der zahlreiche genetische Merkmale berücksichtigt, die bisherige Einschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos sinnvoll ergänzen kann. Die Ergebnisse zeigen, dass sich durch die zusätzliche Berücksichtigung genetischer Informationen insbesondere bei Frauen und jüngeren Menschen die Erkennung eines erhöhten Risikos für Gefäßverkalkungen verbessern lässt. Langfristig könnten diese Erkenntnisse dazu beitragen, Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen noch gezielter einzusetzen.

Auszeichnung unterstreicht Forschungsstärke der Salzburger Landeskliniken

Der Helmut-Sinzinger-Preis wurde 2022 in Erinnerung an den Mediziner und ehemaligen Präsidenten der Gesellschaft der Ärzte in Wien, Univ.-Prof. Dr. Helmut Sinzinger (1948–2020), ins Leben gerufen. Die doppelte Auszeichnung würdigt die wissenschaftlichen Leistungen der beiden Forscher und unterstreicht die Bedeutung der medizinischen Forschung an den Salzburger Landeskliniken. Beide Arbeiten liefern neue Erkenntnisse, die langfristig zu einer verbesserten Früherkennung und Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen könnten.

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Christian Blaschke
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