19.12.2023 | 5 Bilder

Jonathan (9) kann nach Spezial-OP ohne Schmerzen herumtollen

Der Pinzgauer kam mit einer schweren, angeborenen Wirbelsäulen-Deformität ans Uniklinikum Salzburg
© SALK/Bernhofer

Dozent Michael Mayer mit Jonathan bei der ersten Nachkontrolle sechs Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.

„Ich war vergangene Woche schon am Christkindlmarkt und habe draußen im Schnee gespielt“, erzählt Jonathan (9) beim Kontrolltermin seinem behandelnden Orthopäden Dozent Dr. Michael Mayer, Leiter der orthopädischen & degenerativen Wirbelsäulenambulanz an der Uniklinik für Orthopädie und Traumatologie. Schmerzen habe er dabei keine gehabt. Überhaupt habe er seit der Entlassung aus dem Spital vor sechs Wochen nur einmal Schmerzmittel eingenommen.

Der Pinzgauer war mit einer Fehlbildung der Wirbelsäule (kongenitale Skoliose) zur Welt gekommen. „Er hatte einen überzähligen, asymmetrischen Halbwirbel, der die Wirbelsäule verschoben hat. Unbehandelt oder zu spät behandelt hätte das in weiterer Folge zu lebensprägenden Schmerzen und Einschränkungen geführt. Wichtig war, dass wir den Eingriff noch vor der nächsten großen Wachstumsphase gemacht haben“, erklärt Dozent Dr. Mayer.

„Normalerweise werden in Österreich solche Fälle an deutsche Spezialzentren überwiesen, was für die Familien in der Regel eine große Belastung bedeutet“, erläutert Professor Dr. Thomas Freude, Vorstand der Uniklinik für Orthopädie und Traumatologie am Uniklinikum Salzburg. „Dozent Mayer hat aber elf Jahre lang in zwei solcher Spezialzentren im Ausland gearbeitet und von dort die notwendigen Techniken mitgebracht, als er vor zwei Jahren zurück zu uns ans Uniklinikum gekommen ist. Daher konnten wir die Operation bei uns durchführen.“

Den Eingriff führte Dozent Dr. Mayer unter Einsatz von Neuromonitoring mit Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Kinderanästhesie und -chirurgie durch. Zuvor waren noch gemeinsam mit einem Partner aus der Industrie spezielle Instrumente entwickelt worden. „Wir haben in der Brustwirbelsäule vier Wirbel versteift, was im späteren Leben keine größeren Probleme bereitet, weil die Brustwirbelsäule durch den Brustkorb generell sehr rigide ist.“

Der Eingriff war der erste dieser Art am Uniklinikum Salzburg und ein voller Erfolg: Die Remobilisierung begann bereits am 2. Tag nach der OP und bereits am 7. Tag nach dem Eingriff konnte Jonathan nach Hause entlassen werden. Nach 6 Wochen war nun die erste Nachkontrolle, in 3 Monaten folgt die nächste. „Danach werden wir uns bis zum Ende der Pubertät einmal im Jahr sehen“, so Dozent Dr. Mayer.

Über die SALK:

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit etwas mehr als 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 64.200 stationäre, 9300 tagesklinische und 1,2 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus (LKH) und Campus Christian-Doppler-Klinik (CDK) in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit sowie Tamsweg und halten Anteile an mehreren Reha-Einrichtungen im Bundesland.

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Bilder (5)

3 769 x 2 517 © SALK/Bernhofer
3 669 x 2 451 © SALK/Bernhofer
Überzähliger Halbwirbel
428 x 675 © SALK
Wirbelsäule vor OP
488 x 573 © SALK
Wirbelsäule nach OP
461 x 735 © SALK

Kontakt

Dr. Wolfgang Fürweger
Dr. Wolfgang Fürweger
Leiter Unternehmens­kommunikation und Marketing
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