13.07.2026 | 1 Bild

Meilenstein in der Krebsbehandlung: 1.000. Behandlung mit innovativer intraoperativer Strahlentherapie

Universitätsklinik für Radiotherapie und Radio-Onkologie setzt internationale Maßstäbe in der bildgeführten intraoperativen Bestrahlung und personalisierten Krebsmedizin
1.000. Behandlung mit innovativer intraoperativer Strahlentherapie © SALK

v.l.n.r.: Dipl. Ing. Dr. Christoph Gaisberger, Dr. Markus Stana, MSc, Sandra Pfeiffer, Manfred Weissbacher, Priv.-Doz. Dr. Brane Grambozov, Univ.-Prof. Dr. Falk Röder

An der Universitätsklinik für Radiotherapie und Radio-Onkologie wurde aktuell der 1.000. Patient mit dem intraoperativen Bestrahlungssystem Mobetron behandelt. Seit der Inbetriebnahme des mobilen Elektronenbeschleunigers im Jahr 2020 hat sich die innovative Therapieform erfolgreich etabliert und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Einführung dieser Behandlung unterstreicht die internationale Vorreiterrolle des Universitätsklinikums Salzburg auf dem Gebiet der bildgeführten intraoperativen Strahlentherapie sowie die 30-jährige Expertise des interdisziplinären Behandlungsteams.

Präzision in Echtzeit direkt im Operationssaal

Die intraoperative Strahlentherapie ermöglicht es, Tumorgewebe unmittelbar während einer Operation gezielt zu bestrahlen. In Salzburg wurde dieses Verfahren entscheidend weiterentwickelt: Der mobile Elektronenbeschleuniger Mobetron wird mit dem mobilen Cone-Beam-CT ImagingRing m der Firma medPhoton kombiniert. Die während des Eingriffs aufgenommenen dreidimensionalen Bilddaten werden unmittelbar in ein modernes Bestrahlungsplanungssystem übertragen. Dadurch kann erstmals eine patientenspezifische, adaptive Bestrahlungsplanung in Echtzeit direkt im Operationssaal erfolgen. Diese hochpräzise Vorgehensweise ermöglicht eine individuelle Anpassung der Strahlendosis an die jeweilige anatomische Situation und trägt dazu bei, gesundes Gewebe bestmöglich zu schonen.

Innovationen durch starke Partnerschaften

Die Entwicklung dieses weltweit einzigartigen Workflows ist das Ergebnis einer langjährigen und engen Zusammenarbeit zwischen der Universitätsklinik für Radiotherapie und Radio-Onkologie, den Medizinphysikerinnen und Medizinphysikern des Universitätsklinikums Salzburg sowie den Industriepartnern. Gemeinsam wurden modernste Bildgebung, innovative Bestrahlungsplanung und intraoperative Elektronenbestrahlung zu einem zukunftsweisenden Behandlungskonzept vereint.

Mit diesem interdisziplinären Ansatz leistet das Universitätsklinikum Salzburg einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der personalisierten Krebsmedizin und schafft neue therapeutische Möglichkeiten für ausgewählte Tumorerkrankungen.

„Der 1.000. Behandlungsfall mit dem Mobetron ist ein wichtiger Meilenstein für unseren Standort. Die Kombination aus intraoperativer Strahlentherapie, moderner Bildgebung und adaptiver Bestrahlungsplanung ermöglicht eine hochpräzise Behandlung und trägt dazu bei, die internationale Spitzenposition Salzburgs auf diesem Gebiet weiter auszubauen“, sagt Univ.-Prof. Dr. Falk Röder, Vorstand der Universitätsklinik für Radiotherapie und Radio-Onkologie des Universitätsklinikums Salzburg.

Internationale Vorreiterrolle weiter ausgebaut

Die in Salzburg gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie die weltweit einzigartige klinische Erfahrung fließen kontinuierlich in Forschungsprojekte und die Weiterentwicklung dieser Behandlungsmethode ein. Dadurch genießt die Universitätsklinik für Radiotherapie und Radio-Onkologie eine internationale Vorreiterrolle und schafft beste Voraussetzungen, Patientinnen und Patienten auch künftig eine hochmoderne, sichere und präzise onkologische Versorgung auf internationalem Spitzenniveau anzubieten.

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