27.10.2026 | 3 Bilder

Neue Fassade verbessert Hitzeschutz in der Chirurgie West

© SALK / Neumayr

Landesrätin Daniela Gutschi (in der Mitte), Ärztlicher Direktor Prof. Christian Pirich und stellvertretende Pflegedirektorin Irene Mössler bei der Besichtigung der neuen Fassade.

Die Fassadensanierung an der Chirurgie West (Haus A) im Universitätsklinikum Salzburg ist abgeschlossen. Die erneuerte Gebäudehülle und ein außenliegender Sonnenschutz sollen die sommerliche Wärmebelastung in den Patienten- und Personalzimmern verringern. Die Maßnahme verbindet bessere Aufenthalts- und Arbeitsbedingungen mit einer höheren Energieeffizienz.

Mit der Fertigstellung der Fassadensanierung im Universitätsklinikum setzen die Salzburger Landeskliniken (SALK) einen weiteren Schritt zum Schutz vor Hitze. Im Mittelpunkt steht die Ostfassade des ersten Bauteils von Haus A: Hinter ihr liegen vor allem Patientenzimmer der Bettenstationen im zweiten bis vierten Obergeschoß. Der sanierte Fassadenbereich umfasst rund 950 Quadratmeter.

„Mit dieser thermischen Sanierung wird die Aufenthaltsqualität in den Bettenstationen für die Patientinnen und Patienten deutlich erhöht und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessert. Zudem wird in der Heizperiode der Energiebedarf gesenkt, weil das Gebäude nun weniger Wärme verliert“, verweist Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi auf den mehrfachen Nutzen.

Sonnenschutz hält Wärme vor dem Fenster ab

Die bestehende Glasfassade wurde durch eine wärmegedämmte Konstruktion ersetzt. Neue Fenster mit Dreifach-Isolierverglasung und thermisch getrennten Profilen verbessern die Dämmung. Ein außenliegender, automatisch gesteuerter und hinterlüfteter Sonnenschutz verringert den Wärmeeintrag. Auch der Sonnenschutz im ersten Obergeschoß wird erneuert.

Die bisherige, im Jahr 2001 fertiggestellte Fassade war nicht für Hitzewellen, wie wir sie in diesem Jahr erlebt haben, konzipiert und hatte darüber hinaus das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Messungen aus den Jahren 2023 und 2024 zeigten im Sommer Temperaturen von über 40 Grad Celsius an den Fensterinnenseiten. In den Räumen wurden bereits am Morgen rund 26 Grad gemessen. Eine Machbarkeitsstudie kam zu dem Ergebnis, dass eine stärkere Kühlung allein ohne Sonnenschutz das Raumklima nicht entsprechend beeinflussen kann und darüber hinaus mit hohem Energieverbrauch verbunden wäre.

Weniger Wärmeverluste im Winter

Die neue Fassade soll auch den Energiebedarf in der Heizperiode senken. Laut bauphysikalischer Untersuchung ist mit rund 40 Prozent weniger Wärmeverlusten durch die betroffene Fassade zu rechnen. Der Kostenrahmen von 2,6 Millionen Euro wird eingehalten.

Hitzeschutz reicht vom Gebäude bis zur Versorgung

Die Fassadensanierung ist Teil eines umfassenden Plans zum Hitzeschutz: Die SALK verbinden bauliche Verbesserungen mit Maßnahmen direkt auf den Stationen. Besonderes Augenmerk gilt der Versorgung von Kindern und älteren Menschen sowie den Beschäftigten, die unmittelbar mit Patientinnen und Patienten arbeiten.

Der Hitzeschutzplan der SALK orientiert sich am Plan des Landes und umfasst drei Aktionsstufen: In der kühleren Jahreszeit werden Erfahrungen ausgewertet und Maßnahmen weiterentwickelt. Im Sommer stehen Schulung, Sensibilisierung und Vorbereitung im Vordergrund. Bei einer bevorstehenden Hitzewelle werden konkrete Schutzmaßnahmen vor Ort umgesetzt.

Frühwarnung ermöglicht rechtzeitiges Handeln

Dafür erhalten die Hitzeschutzbeauftragten der SALK direkte Benachrichtigungen von GeoSphere Austria. Das Verfahren berücksichtigt die prognostizierte Wetterentwicklung für die kommenden Tage. Die interne Warnstufe greift, wenn am jeweiligen Standort an drei Tagen Außentemperaturen von mehr als 30 Grad oder einmalig mehr als 35 Grad zu erwarten sind.

Auf den Stationen können die Teams beispielsweise die Flüssigkeits- und Ernährungsversorgung anpassen, Mobilisation und Physiotherapie auf die Hitze abstimmen sowie Medikamente mit Einfluss auf den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt überprüfen. Die konkreten Maßnahmen richten sich nach den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten und den Bedingungen vor Ort.

Zusätzliche Entlastung während Hitzewellen

In den vergangenen Sommermonaten haben die SALK weitere Maßnahmen umgesetzt oder erprobt:

  • Ventilatoren und mobile Klimageräte: Ihr Betrieb wurde während Hitzewellen in Abstimmung mit der Krankenhaushygiene in gewissen Bereichen genehmigt; mobile Klimageräte für besonders betroffene Patienten- und Mitarbeiterbereiche.
  • Kühlwesten für Beschäftigte: Pilotbetrieb auf zwei pädiatrischen Stationen sowie jeweils einer gynäkologischen und geriatrischen Station.
  • Kühlmatten für Patientinnen und Patienten: Pilotbetrieb in der Geriatrie.
  • Bauliche Ergänzungen: Hitzeschutzfolien unter anderem in der Geriatrie sowie eine Kühlzone im Geriatrie-Gebäude.

Erfahrungen fließen in weitere Verbesserungen ein

Eine berufsgruppenübergreifende Hitze-Task-Force entwickelt den Hitzeschutzplan laufend weiter. Die Erfahrungen aus den Sommermonaten bilden die Grundlage, um besonders belastete Bereiche gezielt zu unterstützen. Neben kurzfristigen Maßnahmen bleibt die Anpassung der Gebäude eine langfristige Aufgabe: Viele Bestandsgebäude wurden für geringere Hitzebelastungen errichtet. Neubauten und die weitere bauliche Entwicklung sind deshalb auch für den Hitzeschutz wichtig.

Informationen zum Hitzeschutz für Patientinnen, Patienten und Angehörige stehen unter https://salk.at/nachhaltigkeit zur Verfügung
Über die SALK:

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit etwas mehr als 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 63.700 stationäre, 10.600 tagesklinische und 1,3 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus (LKH) und Campus Christian-Doppler-Klinik (CDK) in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit sowie Tamsweg und halten Anteile an mehreren Reha-Einrichtungen im Bundesland.

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Stefan Tschandl
Mag. Stefan Tschandl
PR Senior Consultant
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