12.10.2026 | 2 Bilder

Neue Möglichkeiten für präzise Krebsbehandlung am Universitätsklinikum Salzburg

Die Universitätsklinik für Radiotherapie und Radio-Onkologie am Universitätsklinikum Salzburg erweitert ihr Angebot in der hochpräzisen Krebsbehandlung.
© Franz Neumayr

V. li.: Dipl.-Ing. Dr. Christoph Gaisberger, Abteilungsleiter Medizinphysik; Mag. Georg Mendler, MBA MSc MTD, Wirtschaftsdirektion; Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Pirich, Ärztlicher Direktor; Mag. Dabiela Gutschi, Landesrätin; Prof. Dr. Andre Ewers, BScN MScN, Pflegedirektion; Dipl.-Ing. Ingrid Ziegler, UK für Radiotherapie und Radio-Onkologie; Prim. Univ.-Prof. Dr. Falk Röder, UK für Radiotherapie und Radio-Onkologie; Dipl.-Ing. (FH) Erich Heilmann, Projektleiter MIT

Mit dem neuen Afterloading-System „Bravos“ von der Firma Siemens Healthineers steht künftig eine moderne Technologie für die Brachytherapie zur Verfügung. Rund 500.000 Euro werden in das neue Therapiesystem und die Modernisierung des Strahlenanwendungsraums investiert. Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi betont die Rolle der Mitarbeitenden des Universitätsklinikums Salzburg in der Spitzenmedizin: „Dank Ihrer Expertise und Ihres Einsatzes werden Anschaffungen wie diese möglich, die eine optimale medizinische Versorgung der Salzburger Bevölkerung und darüber hinaus garantieren. Wir sehen uns als Zentrum für Spitzenmedizin in Zentralösterreich.“

Besonders präzise Form der Strahlentherapie

Die Brachytherapie ist eine besonders präzise Form der Strahlentherapie. Dabei wird ein sehr kleines, hochaktives radioaktives Isotop – etwa so groß wie ein Stecknadelkopf – über spezielle Applikatoren direkt in die Nähe des Tumors gebracht. Die Strahlenquelle kann innerhalb des Applikators an verschiedenen Positionen für genau definierte Zeiten verweilen. Dadurch lässt sich die Dosisverteilung gezielt an den Tumor anpassen und das umliegende gesunde Gewebe möglichst schonen. „Das Besondere an der Brachytherapie ist, dass wir die Strahlenquelle direkt dorthin bringen können, wo die Behandlung benötigt wird. Durch die unterschiedlichen Aufenthaltszeiten an den einzelnen Positionen können wir die Dosis sehr gezielt verteilen und an die individuelle Situation der Patientinnen und Patienten anpassen“, erklärt Medizinphysiker Christoph Gaisberger. Mit dem neuen System wird das Behandlungsspektrum in Salzburg deutlich erweitert. Dazu gehören Oberflächenbestrahlungen mit FLEPS-Applikatoren sowie komplexere Behandlungen des Gebärmutterhalskrebses. Dabei können zusätzlich Nadeln gezielt in das Gewebe eingebracht werden, um die Bestrahlung noch genauer an die individuelle Tumorsituation anzupassen.

„Gebärmutterhalskrebs kann heute durch die HPV-Impfung in vielen Fällen verhindert werden. Wenn eine Erkrankung dennoch auftritt, ist es wichtig, dass wir unseren Patientinnen eine hochpräzise Behandlung anbieten können. Mit den neuen Möglichkeiten können wir die Bestrahlung auch bei komplexeren Tumorsituationen sehr genau an die individuelle Anatomie anpassen“, so Univ.-Prof. Falk Röder, Vorstand der Universitätsklinik für Radiotherapie und Radio-Onkologie.

Erweiterung von Expertise und Behandlungsspektrum

Die dreidimensionale, bildgestützte Planung mit Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) gehört in Salzburg bereits seit Jahren zum Standard. Mit dem neuen System soll diese Planung weiter verfeinert und insbesondere bei komplexen Applikatorgeometrien optimal umgesetzt werden. „Die Brachytherapie hat an unserer Universitätsklinik eine jahrzehntelange Tradition und ist ein wichtiger Bestandteil unserer radioonkologischen Versorgung. Mit dem neuen System können wir diese Expertise weiterentwickeln und gleichzeitig unser Behandlungsspektrum erweitern“, betont Univ.-Prof. Falk Röder. „Unser Ziel ist es, unseren Patientinnen und Patienten eine möglichst moderne und individuell abgestimmte Behandlung anbieten zu können.“

Rund 2.000 Patientinnen und Patienten werden jährlich an der Klinik strahlentherapeutisch behandelt. Das neue Brachytherapiesystem rundet das bestehende Portfolio ab und schafft zusätzliche Möglichkeiten für eine individuelle und hochpräzise Krebsbehandlung. 

Über die SALK:

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit etwas mehr als 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 63.700 stationäre, 10.600 tagesklinische und 1,3 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus (LKH) und Campus Christian-Doppler-Klinik (CDK) in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit sowie Tamsweg und halten Anteile an mehreren Reha-Einrichtungen im Bundesland.

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Christine Walch

Mag. Christine Walch
PR Senior Consultant | Unternehmenskommunikation & Marketing
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