06.05.2026 | 3 Bilder

Neues Kompetenzzentrum für seltene Gefäßerkrankungen von Kindern und Jugendlichen eröffnet

© SALK/Neumayr

Von links: ao. Prof. Martin Laimer, SALK-Geschäftsführerin Dr. Silvia Lechner, Prof. Roman Metzger, Landesrätin Mag. Daniela Gutschi, Ärztlicher Direktor Prof. Christian Pirich und SALK-Geschäftsführer Dr. Thomas Gamsjäger.

Mit einem neuen Typ-B-Expertisezentrum für vaskuläre Anomalien – Fehlbildungen der Blut- und Lymphgefäße – an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie setzen die Salzburger Landeskliniken einen weiteren Meilenstein in der spezialisierten Versorgung seltener Erkrankungen. Bei der feierlichen Eröffnung im Jörg-Rehn-Auditorium der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität begrüßte der Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie, Univ.-Prof. Dr. Roman Metzger, Vertreterinnen und Vertreter aus Gesundheitspolitik, Universitätsmedizin und interdisziplinärer Forschung.

Seltene Erkrankungen brauchen gebündelte Expertise

Vaskuläre Anomalien – Fehlbildungen der Blut- und Lymphgefäße – betreffen rund drei bis fünf Prozent der Neugeborenen, umfassen jedoch ein äußerst breites Spektrum von häufigen gutartigen Tumoren bis hin zu seltensten komplexen Erkrankungen. Gerade diese Vielfalt erfordert eine hochspezialisierte, interdisziplinäre Diagnostik und Therapie.

Das neue Expertisezentrum bündelt diese Kompetenzen am Universitätsklinikum Salzburg. Bereits seit Jahren arbeiten Fachbereiche wie Dermatologie, Radiologie, Humangenetik, HNO, MKG, Augenheilkunde sowie Kinder- und Jugendheilkunde eng zusammen. Ein interdisziplinäres Fallboard sorgt für abgestimmte Therapieentscheidungen und bildet die Grundlage für die nun erfolgte offizielle Anerkennung als Expertisezentrum.

Starke Stimmen zur Eröffnung

Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi betont: „Mit dem neuen Expertisezentrum stärken wir die hochspezialisierte medizinische Versorgung im Land Salzburg nachhaltig. Gerade bei seltenen Erkrankungen ist gebündeltes Know-how entscheidend – für betroffene Kinder und ihre Familien bedeutet das kürzere Wege, schnellere Diagnosen und bessere Therapiechancen.“

Prof. Roman Metzger, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie, erklärt: „Die Eröffnung des Typ-B-Expertisezentrums ist eine wichtige Anerkennung unserer langjährigen Arbeit. Vaskuläre Anomalien sind komplexe Erkrankungen, die eine enge Zusammenarbeit unterschiedlichster Disziplinen erfordern. Unser Ziel ist es, betroffene Patientinnen und Patienten über alle Lebensphasen hinweg optimal zu begleiten und gleichzeitig neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.“

Teil eines starken Netzwerks universitärer Spitzenmedizin

Das neue Zentrum fügt sich in eine Reihe etablierter spezialisierter Einrichtungen am Universitätsklinikum Salzburg ein, das als universitärer Spitzenversorger über Referenz- und Spezialzentren sowie mehrere Typ-B-Zentren verfügt. Diese Zentren stehen für interdisziplinäre Spitzenmedizin, innovative Technologien und enge Verzahnung von Versorgung, Lehre und Forschung.

Beispiele wie das EB-Haus Austria für seltene Hauterkrankungen, das Zentrum für komplexe neurologische und onkologische Erkrankungen, das Expertisezentrum für angeborene Stoffwechselstörungen mit Schwerpunkt Mitochondriopathien und lysosomale Speicherkrankheiten oder das Zentrum für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und kraniofaziale Anomalien zeigen, welche Bedeutung solche Strukturen für die Entwicklung neuer Therapien und international sichtbare Forschung haben. Kinder spielen bei nahezu allen sechs Expertisezentren in Salzburg eine wesentliche Rolle.

Mit dem Expertisezentrum für vaskuläre Anomalien wird dieser Schwerpunkt weiter ausgebaut. Für das Bundesland Salzburg bedeutet dies eine nachhaltige Stärkung der Gesundheitsversorgung für seltene Erkrankungen sowie als Standort moderner Universitätsmedizin. Gleichzeitig schafft das Zentrum wichtige Voraussetzungen für klinische Forschung, internationale Kooperationen und die Weiterentwicklung innovativer Therapieansätze.

Über die SALK:

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit etwas mehr als 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 63.700 stationäre, 10.600 tagesklinische und 1,3 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus (LKH) und Campus Christian-Doppler-Klinik (CDK) in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit sowie Tamsweg und halten Anteile an mehreren Reha-Einrichtungen im Bundesland.

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Christian Blaschke
Christian Blaschke, BA
Leiter Unternehmenskommunikation & Marketing
Uniklinikum Salzburg | SALK

Müllner Hauptstraße 48 | 5020 Salzburg | Austria
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