18.09.2026 | 1 Bild

Offizielle Eröffnung des Zubaus der Rehaklinik Sonnberg in St. Veit

Gesundheitscampus St. Veit wurde erweitert
Offizielle Eröffnung des Zubaus der Rehaklinik Sonnberg in St. Veit © SALK/Erfurth

Primar Dr. Marc Keglevic (Ärztlicher Leiter Rehaklinik Sonnberg), SALK-Geschäftsführerin Dr. Silvia Lechner, MBA, Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi, Wirtschaftsdirektor Philipp Stöckl, MBA MSc, Pflegedirektorin Manuela Brandstätter und Dr, Margaritha Seiwald (stv. Ärztliche Leitung) (v.li.).

Nach einer Bauzeit von 16 Monaten konnte nun der Zubau der Rehaklinik Sonnberg in St. Veit offiziell eröffnet werden. Damit wurde das Hauptgebäude um 1.700 Quadratmeter erweitert und verfügt nun über 49 modern ausgestattete Zimmer und weitere zusätzliche Therapieflächen für die Patientinnen und Patienten.

Der Betrieb der psychiatrischen Rehaklinik Sonnberg startete 2007 mit gerade einmal 15 Patientinnen und Patienten in einer angemieteten Abteilung der Landesklinik St. Veit. 2012 wurde schließlich der Betrieb in einem neu errichteten Gebäude begonnen, das nun erweitert wurde. Die Gesamtbettenzahl von 49 ändert sich mit dem Zubau nicht, da 13 davon bereits in der Landesklinik St. Veit verortet waren.

Mit der Zusammenführung aller zur Verfügung stehenden Betten und neuer großzügiger Therapieräumlichkeiten, ergeben sich nun erhebliche Vorteile für Patientinnen und Patienten und auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Mit dem Zubau der Rehaklinik Sonnberg setzen wir ein unübersehbares Zeichen für die Menschen in der Region. Wir stärken und sichern die psychiatrische Versorgung im Innergebirg nachhaltig für die Zukunft. Hier erleben wir ein eindrucksvolles Paradebeispiel für gelebte Kooperation. Drei renommierte Häuser – das Kardinal Schwarzenberg Klinikum, die Landesklinik St. Veit und die Rehaklinik Sonnberg – arbeiten Hand in Hand. Diese enge, interprofessionelle Zusammenarbeit über Klinikgrenzen hinweg zeigt schon heute, wie die moderne Medizin von morgen aussieht. Mit der Bündelung verschiedenster Professionen und Indikationen, ist dieser Campus eine entscheidende Weichenstellung, die eine lückenlose, erstklassige Versorgung direkt in der Region garantiert“, betont Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi.

Zahl der psychischen Erkrankungen steigt

Laut einer Studie der Österreichischen Sozialversicherung nahmen in den vergangenen Jahren rund 900.000 Österreicherinnen und Österreicher innerhalb eines Jahres das Gesundheitssystem wegen psychischer Erkrankungen in Anspruch. Das bedeutet einen Anstieg von rund zwölf Prozent, Tendenz weiterhin steigend. „Das Angebot der Rehaklinik Sonnberg richtet sich an Frauen und Männer aus ganz Österreich, die durch eine psychische Erkrankung bei der Ausübung ihres Berufes bzw. an der Teilhabe am sozialen Leben beeinträchtigt sind“, erklärt der Ärztliche Leiter der Rehaklink Sonnberg, Primar Marc Keglevic.
Zielgruppe der Rehaklinik sind Patientinnen und Patienten mit sogenannten affektiven Störungen, Angsterkrankungen, Traumafolgestörungen und chronischen Schmerzen. „Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt sechs Wochen. In dieser Zeit wird die psychosoziale Gesundheit intensiv gefördert, um die Arbeits- und Lebensqualität wieder zu verbessern“, so Keglevic weiter.

Überregionale und regionale Zusammenarbeit

Die Rehaklinik Sonnberg wird von der Psychiatrische Reha St. Veit GmbH betrieben, die zu je 50 Prozent im Eigentum der SALK und der pro mente Reha GmbH steht.
„Der Bereich Rehabilitation nimmt in der Gesundheitsversorgung einen immer größeren Stellenwert ein. Daher wurden seitens der Salzburger Landeskliniken bereits vor Jahren Angebote entwickelt, um auch nach einem Akutaufenthalt Patientinnen und Patienten weiter zu betreuen“, so der Geschäftsführer der Rehaklinik Sonnberg, Burkhard van der Vorst (SALK).
Möglich ist dieses komplexe Behandlungsangebot nur durch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen in der Region. Die Pro Mente Reha ist der größte gemeinnützige Anbieter der psychiatrischen Rehabilitation in Österreich und dadurch nicht nur Miteigentümer, sondern auch ein wichtiger überregionaler Partner der Rehaklinik. Die fachärztliche Versorgung der Rehaklinik Sonnberg erfolgt in Kooperation mit der psychiatrischen Abteilung des Kardinal Schwarzenberg Klinikums in Schwarzach. Wesentliche Kooperationen bestehen zudem mit der Landesklinik St. Veit.
„Die Rehaklinik Sonnberg ist ein wichtiger Schritt in der abgestuften Versorgung für das Bundesland Salzburg“, sagt Dozent Reinhold Fartacek, Geschäftsführer der Rehaklinik Sonnberg (pro Mente), „dadurch wird eine Lücke zwischen Akutbehandlung und Wiedereinstieg ins Leben geschlossen“. Die Einrichtung habe darüber hinaus eine wichtige Funktion, um Menschen mit einer psychischen Erkrankung nicht in die Frühpension zu treiben, sondern wieder in den Berufsalltag zu integrieren.

Hohe Patientenzufriedenheit

„Jährlich werden über 400 Patientinnen und Patienten während des sechswöchigen Aufenthaltes von einem bestens ausgebildeten multiprofessionellen Team betreut. Der Aufenthalt soll eine Verbesserung der sozialen und beruflichen Teilhabe der Patientinnen und Patienten bewirken. Regelmäßige Patientenbefragungen zeigen die hohe Zufriedenheit mit der Einrichtung und dem therapeutischen und pflegerischen Team“, berichten die stellvertretende ärztliche Leiterin der Rehaklinik Margarita Seiwald und die Pflegedienstleitung Manuela Brandstätter.

Bauarbeiten bei laufendem Betrieb

„Wir sind sehr stolz, dass die der Reha-Betrieb während der Bauarbeiten nahezu unbeeinträchtigt fortgeführt werden konnte. Teilweise mussten zwar Patientenzimmer gesperrt werden, dies konnte aber durch eine Unterbringung einiger unserer Patientinnen und Patienten in der benachbarten Onko-Reha kompensiert werden“, informiert der Wirtschaftsdirektor der Rehaklinik Sonnberg, Philipp Stöckl. Nachhaltigkeit wird großgeschrieben Ein besonderes Highlight des Zubaus ist die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der Rehaklinik. Mit insgesamt 222 installierten PV-Elementen und einer Generatorenleistung von 101,01 kWp erreicht die Anlage einen Wirkungsgrad von 95,91 %. Künftig wird mit einem jährlichen Stromertrag von über 110.000 kWh gerechnet, wodurch die Reha ihren Strombedarf nahezu vollständig autark decken kann. Dieses nachhaltige Energiekonzept spart jährlich über 41.000 kg CO₂-Emissionen ein und setzt ein klares Zeichen für den Klimaschutz.

Wirtschaftsfaktor und attraktiver Arbeitgeber

Aber auch als Arbeitgeber konnte sich die Rehaklinik Sonnberg bereits weit über die Grenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf aufbauen: „In den vergangenen Jahren haben wir viel Zeit in den Auf- und Ausbau eines gut ausgebildeten und stabilen Teams investiert, sodass die Reha trotz des Fachkräftemangels immer mit bestens ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt war und ist. Daher mussten bisher noch nie Betten gesperrt werden“, so Stöckl abschließend.
Über die SALK:

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit etwas mehr als 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 63.700 stationäre, 10.600 tagesklinische und 1,3 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus (LKH) und Campus Christian-Doppler-Klinik (CDK) in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit sowie Tamsweg und halten Anteile an mehreren Reha-Einrichtungen im Bundesland.

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