13.10.2026 | 1 Bild

Universitätsklinik für Chirurgie als Kompetenzzentrum für bösartige Erkrankungen des Bauchfells zertifiziert

Wenn Krebs das Bauchfell befällt: Spezialisierte Chirurgie braucht Erfahrung und ein starkes Team
© SALK/Blaschke

Unter der Leitung des Vorstands der Universitätsklinik für Chirurgie, Univ.-Prof. Dr. Klaus Emmanuel, waren zahlreiche Expertinnen und Experten am Zertifizierungsprozess beteiligt.

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) hat die Universitätsklinik für Chirurgie am Uniklinikum Salzburg als Kompetenzzentrum für die chirurgische Behandlung bösartiger Bauchfellerkrankungen zertifiziert. Diese Zertifizierung gilt bis 30. September 2029.

Das Bauchfell kleidet die Bauchhöhle aus und überzieht die inneren Organe. Krebs kann dort als eigene Erkrankung entstehen, häufiger aber siedeln sich Tumoren anderer Organe, etwa des Darms, auf dem Bauchfell ab. Für ausgewählte Patientinnen und Patienten kommt dann eine sogenannte zytoreduktive Operation (CRS) infrage. Dabei wird das sichtbare Tumorgewebe so vollständig wie möglich entfernt. In bestimmten Fällen folgt darauf die HIPEC, eine auf etwa Körpertemperatur und darüber erwärmte Chemotherapie, die direkt im Bauchraum angewendet wird. Ob ein solcher Eingriff sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal sagen, sondern wird für jeden Fall einzeln und gemeinsam von mehreren Fachbereichen entschieden.

Am Universitätsklinikum Salzburg wurden seit 2013 mehr als 200 HIPEC-Behandlungen durchgeführt, dazu kommen zahlreiche zytoreduktive Operationen ohne HIPEC. „Bauchfellkrebs lässt sich nur dann gut behandeln, wenn chirurgische Erfahrung, eine sorgfältige Auswahl der Patientinnen und Patienten und die Zusammenarbeit vieler Fachrichtungen zusammenkommen. Dass unsere Strukturen nun auch von außen bestätigt wurden, freut uns und ist Ansporn, die Versorgung weiterzuentwickeln“, sagt Univ.-Prof. Dr. Klaus Emmanuel, Vorstand der Universitätsklinik für Chirurgie.

Viele Fächer, ein Behandlungsweg

Neben der Chirurgie sind Onkologie, Anästhesie, Intensivmedizin und weitere Fachbereiche beteiligt. Sie begleiten die Patientinnen und Patienten von der Therapieentscheidung über die Operation bis zur Nachsorge. Durch die Zentrumsstruktur sind diese Schnittstellen klar geregelt.

Zertifizierung sichert Qualität

Ein wesentliches Anliegen der Zertifizierung ist die Qualitätssicherung. Die DGAV vergibt das Zertifikat an Zentren, die vorgegebene Kriterien erfüllen. Dazu zählen die Qualifikation des Behandlungsteams, strukturierte Abläufe und die Dokumentation der Behandlungsergebnisse. Ob ein Zentrum diese Anforderungen erfüllt, wird in einem eigenen Verfahren überprüft. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist das Zertifikat damit ein Anhaltspunkt bei der Suche nach einem spezialisierten Behandlungszentrum.

Über die SALK:

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit etwas mehr als 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 63.700 stationäre, 10.600 tagesklinische und 1,3 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus (LKH) und Campus Christian-Doppler-Klinik (CDK) in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit sowie Tamsweg und halten Anteile an mehreren Reha-Einrichtungen im Bundesland.

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Christian Blaschke
Christian Blaschke, BA
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