27.06.2023 | 7 Bilder

Neuer, modernster OP-Saal an der Uniklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Der neue OP III bietet ausreichend Raum für große, interdisziplinäre Eingriffe und den dazu notwendigen Geräte-Park
© SALK/WildBild

Der OP III an der Uniklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist der größte OP-Saal am Uniklinikum Salzburg.

An der Uniklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) werden regelmäßig spektakuläre und interdisziplinäre Eingriffe an Kindern mit Schädelfehlbildungen (Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder kraniofaziale Anomalien), Tumor- oder Unfallpatientinnen und -patienten durchgeführt. „Bei großen Eingriffen ist ein Team aus Anästhesie, chirurgischen Fächern und Pflege von bis zu 12 Personen am Tisch“, erklärt Klinikvorstand Professor Alexander Gaggl. Dazu kommen noch zahlreiche medizinische Anlagen wie Anästhesiegeräte, der mikrochirurgische OP-Roboter Symani, Mikroskop, Navigationsanlage oder intraoperative Bildgebung.

Die große Herausforderung: Die beiden bestehenden Säle der Uniklinik für MKG sind gerade einmal je 30 Quadratmeter groß. Daher wurde nun im bestehenden Klinikgebäude am Uniklinikum Campus LKH der OP III mit 60 Quadratmetern eingerichtet – der nun größte OP-Saal am Uniklinikum Salzburg.

Dieser verfügt nicht nur über ausreichend Platz, sondern ermöglicht dem OP-Team auch mehr Flexibilität im Raum: In jeder Ecke sind über Deckenstative Anschlüsse für alle notwendigen Geräte verfügbar. Der OP-Tisch aus Carbon ist nicht nur für intraoperatives Röntgen und Laserchirurgie geeignet, sondern kann auch frei im Raum bewegt werden. Drei statt bisher zwei OP-Lampen ermöglichen den Chirurginnen und Chirurgen schattenfreies Arbeiten.

Professor Gaggl: „Als Universitätsklinik sind für uns auch die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses und die Weiterbildung der Kolleginnen und Kollegen aus dem eigenen Haus, aber auch aus anderen Kliniken wichtig. Ein neues Video-Routing-System mit zwei Wand-, einem Decken- und einem mobilen Monitor-/Kamerasystem ermöglicht die Aufzeichnung von Eingriffen für die Lehre bzw. die Live-Übertragung von Operationen aus mehreren Blickwinkeln.“ Die Uniklinik für MKG wird regelmäßig von Gastärztinnen und -ärzten aus aller Welt besucht, die sich über die in Salzburg entwickelten OP-Verfahren und mitentwickelten technischen Geräte informieren.

Patientinnen und Patienten profitieren von der Digitalisierung im OP-Saal

Die Navigations-Anlage ermöglicht außerdem den Anschluss von Mixed-Reality-Brillen, die bei Vorbesprechungen von Eingriffen anhand von MRI- und CT-Bildern den Chirurginnen und Chirurgen tiefe Einblicke in Schädeltumore oder Frakturen ermöglichen – auch wenn sich die Personen in anderen Gebäuden oder Städten aufhalten. Professor Gaggl: „Das ist gerade für die großen interprofessionellen Operationen ein großer Vorteil.“

„Der neue OP III der Uniklinik für MKG ist auch Teil unserer Digitalisierungsstrategie, die wir konsequent verfolgen“, betont Dozent Paul Sungler, Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken, und selbst gelernter Chirurg. „Als Universitätsklinikum müssen wir für die Versorgung, Lehre und Ausbildung die modernsten Techniken und damit auch Geräte anbieten können. Digitale Technik im OP nutzt nicht nur den Patientinnen und Patienten direkt, sondern braucht auch Platz. Daher war es keine Frage, dass wir diesen neuen OP-Saal gebraucht haben.“

Neuer OP-Trakt war bautechnisch eine Herausforderung

Der neue OP III ist nicht nur medizin-, sondern auch bautechnisch eine Meisterleistung: „Wir haben an den bestehenden OP-Trakt auf einem Baufeld, dass durch bestehende Gebäude, Bahn und Gaswerkgassen-Tunnel massiv eingeschränkt ist, einen Erweiterungsbau errichtet, ohne den laufenden OP-Betrieb zu stören“, berichtet Bautechnikerin und Projektleiterin Sonja Müller-Feierabend vom Managementbereich Bau, Technik, Liegenschaften. Für die aufwändige Haustechnik musste ein eigenes Untergeschoß errichtet werden. Die Bauphase dauert dennoch nur ein Jahr.

Die beiden alten OP-Säle bleiben bestehen. Aufgrund des allgemeinen Personalmangels können aktuell nur zwei Eingriffe gleichzeitig durchgeführt werden.

An der Uniklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der PMU werden jährlich rund 1600 Eingriffe durchgeführt sowie 3500 stationäre und 24.000 ambulante Patientinnen und Patienten versorgt. Das ärztliche Team umfasst 30 Personen, jenes der Pflege 60 Personen. Die Klinik ist Expertisezentrum und Teil des European Reference Network für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und kranofaziale Anomalien, Gründungsklinik des Zentrums für Rekonstruktive Chirurgie am Uniklinikum Salzburg und betreibt federführend das 3D-Drucklabor des Uniklinikums.

Über die SALK:

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit etwas mehr als 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 64.200 stationäre, 9300 tagesklinische und 1,2 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus (LKH) und Campus Christian-Doppler-Klinik (CDK) in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit sowie Tamsweg und halten Anteile an mehreren Reha-Einrichtungen im Bundesland.

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Dr. Wolfgang Fürweger
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