11.01.2024 | 4 Bilder

„Pflege braucht Kunst“ – ein Kunstprojekt der SALK

Künstlerinnen und Künstler haben sich mit dem Thema Zukunft der Spitalspflege künstlerisch auseinandergesetzt und setzen vielfältige Projekte um.
© SALK/Bernhofer

Pflege braucht Kunst-Projekt Nicole Baier, Sarah Kretschmer

Die Salzburger Landesklinken haben letztes Jahr mit einer Ausschreibung lokale Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Disziplinen dazu eingeladen, sich mit dem Thema Pflege im Krankenhaus auseinanderzusetzen und Projekte dazu zu kreieren. Insgesamt wurden mehr als 30 Ideen eingereicht und eine Jury bestehend aus Personen der Pflege sowie Kunstschaffenden der freien Kulturszene wählte fünf Projekte aus. Diese werden in den nächsten Monaten an verschiedenen Orten und Zeitpunkten zu sehen sein.

Zum internationalen Tag der Pflege am Montag, 13. Mai 2024, stellen wir alle Projekte im OVAL (Europark Salzburg) um 19:30 Uhr vor. Bei freiem Eintritt wird es ein Filmscreening, eine Performance, ein Konzert, eine Lesung und mehr zu sehen geben.

Die Kunstprojekte

Umarmung - Was berührt uns, wenn wir umarmt werden? (Danja Katzer)
Das Projekt besteht aus der Installation von realistisch aussehenden Arm-Skulpturen an öffentlichen Orten, die als Symbole für Nähe und Fürsorge in der Gesellschaft dienen sollen. Diese Skulpturen regen dazu an, über den Wert menschlicher Berührung nachzudenken. Sie erzeugen anfänglich Irritation, da sie sehr lebensecht aussehen. Die Frage, die Danja Kratzer damit jedoch aufwirft, betrifft die Bedeutung von Umarmungen und Berührungen, wenn keine wirkliche menschliche Nähe oder Wärme dahintersteckt.

AREAL – eine literarische Erkundung (Anna Stadler)
Anna Stadler besucht regelmäßig bestimmte Orte über einen festgelegten Zeitraum, um Eindrücke zu sammeln und zu dokumentieren. Im Gegensatz zum Nature Writing liegt hier der Fokus auf dem Gelände eines Krankenhauses, das als spezieller Ort innerhalb der Stadt betrachtet wird, sowie auf dem Alltag der Personen auf dem Areal. Besonders Bewegungen und Routinen des Personals im Gesundheitswesen sollen beobachtet und festgehalten werden, um daraus literarische Textfragmente zu entwickeln. Drucksorten ähnlich den Fragebögen, die in Wartebereichen ausgelegt sind, enthalten nun statt den Standardfragen literarische Beobachtungen und Notizen über die Umgebung im Krankenhaus. Ziel ist es, diese Eindrücke in die Wartebereiche zu bringen und so die Atmosphäre des Außenraums in die Innenräume zu übertragen.

Eine kleine pflegelose Nachtmusik (Franz Pillinger)
Das Projekt hebt die Bedeutung der Pflege in der Gesundheitspolitik Österreichs hervor und betont die Wichtigkeit von persönlicher, menschlicher Pflege. Thematisiert werden der Arbeitskräftemangel in der Pflege und die Lösung, Menschen aus verschiedenen Regionen außerhalb Europas durch bessere Ausbildung und gerechte Bezahlung als Pflegekräfte zu gewinnen. Franz Pillinger interpretiert Mozarts "Kleine Nachtmusik" mit musikalischen Einflüssen aus deren Herkunftsländern und unterstreicht so die kulturelle Vielfalt in der Pflege. Jeder musikalische Satz behandelt unterschiedliche Aspekte: Der erste thematisiert das Potenzial ausländischer Pflegekräfte aus Afrika, der zweite beschäftigt sich mit der Migration über das Mittelmeer. Im dritten Satz stehen philippinische Pflegekräfte im Fokus, während der vierte brasilianische Einflüsse aufgreift. Das abschließende "Rondo" versucht, die nordosteuropäische und asiatische Kultur in die Musik einzubeziehen und symbolisiert die Integration verschiedener kultureller Hintergründe in diese Arbeit. Ein Film mit Animationen zu den Stücken, entstanden in Zusammenarbeit mit der HTL Salzburg, stellt das Projekt visuell dar.

Eine filmkünstlerische Arbeit zu „Pflege braucht Kunst“ (Nicole Baier, Sarah Kretschmer)
Das Projekt betont die Bedeutung der Pflege für jeden Einzelnen und die Gesellschaft insgesamt. Nicole Baier und Sarah Kretschmer regen mittels künstlerischer Aktionen im öffentlichen Raum Gespräche zwischen Passanten und Pflegekräften an und dokumentieren dies filmisch. Dabei sollen die Gefühle, Bedürfnisse und Erfahrungen der Pflegekräfte selbst hervorgehoben werden, um sie in einem Film als Ausdruck ihrer Perspektiven und offenen Bedürfnisse darzustellen.

Walk-Act - Pflege braucht Zuwendung (Ursula Schwarz)
Auch dieses Projekt zielt darauf ab, die Notwendigkeit von Fürsorge, Pflege und Zuwendung in der Gesundheitsversorgung hervorzuheben. Ursula Schwarz plant künstlerische Interventionen in Form von "Walkacts" mit einer überdimensionalen Masken-Personnage einer Pflegerin, die stellvertretend für alle Pflegekräfte steht. Diese Figur interagiert nonverbal mit Besucherinnen und Besuchern, Patientinnen und Patienten und dem Klinikpersonal, repräsentiert Pflegehandlungen und Zuwendungen durch Gesten und Bewegungen. Das Projekt soll eine Begegnungskunst schaffen und die Wertschätzung für die Pflege verdeutlichen.

 

Ansprechperson:

Leon Bernhofer
PR-Assistant, Salzburger Landeskliniken
l.bernhofer@salk.at
+43 5 7255-20032, +43 676 8997-20032

 

Über die SALK:

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit etwas mehr als 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 64.200 stationäre, 9.300 tagesklinische und 1,2 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus (LKH) und Campus Christian-Doppler-Klinik (CDK) in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit sowie Tamsweg und halten Anteile an mehreren Reha-Einrichtungen im Bundesland.

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Kontakt

Christine Walch

Mag. Christine Walch
PR Senior Consultant | Unternehmenskommunikation & Marketing
Uniklinikum Salzburg | SALK

Müllner Hauptstraße 48 | 5020 Salzburg | Austria
Telefon: +43 (0)5 7255-20030 | +43 (0)676 8997-20030
E-Mail: c.walch@salk.at